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Das offene Tragen einer Armbanduhr blieb zunächst den Frauen vorbehalten. Es galt zu diesem Zeitpunkt als modisch chique, wenn die Frau die Damentaschenuhr am Handgelenk trug. Die Männer ließen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht von dieser „offensiven“ Entwicklung mitreißen, sie trugen vielmehr ihre transportable Uhr weiterhin als Taschenuhr, und bestaunten stattdessen die offen getragene Armbanduhr ihrer Frau. Eine Uhrenkette sicherte die Uhr vor dem Verlieren, und sie ermöglichte zudem eine bessere Handhabung. Literatur und Fachliteratur für Uhrenkenner In bestimmten Berufszweigen erwies sich die, an der Kette getragene, Armbanduhr als sehr unhandlich. So war es beispielsweise bei den Piloten der damaligen Zeit. Die Notwendigkeit der präzisen Zeitmessung beim Fliegen veranlasste schließlich den brasilianischen Flugpionier Alberto Santos-Dumont dazu, eine Uhr in Auftrag zu geben, die am Armband getragen werden konnte. Alberto Santos-Dumont beauftragte einen Freund, der Uhrmacher war, eine derartige Uhr für ihn zu fertigen. Der Uhrmacher mit Namen Louis Cartier setzte den Wunsch seines Freundes schließlich in die Tat um, und er entwarf die erste Uhr für Flieger. Armbanduhr für Flieger „Cartier Santos“ Es war schon eine große Herausforderung, diesen Wunsch seines Freundes zu erfüllen, und eine Armbanduhr für Flieger zu konstruieren. Aber es gelang. Die neu entworfene und gefertigte Uhr erhielt die Bezeichnung „Cartier Santos“. Diese Cartier Santos Uhr war schließlich die erste Armbanduhr für Männer. Auch beim Militär machten die Offiziere ähnliche Erfahrungen wie die Flieger. Auch sie erkannten, dass gerade unter Kampfbedingungen eine Taschenuhr viele Nachteile hatte.
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